Willi Horrowitz :: Heinz Reincke

WILLI Horrowitz gespielt von HEINZ REINCKE ist ein Deutscher der der Liebe wegen nach Österreich kam. Er ist 75, bewohnt das Gästezimmer, ist gutmütig, witzig, großzügig und schlau. Wie es scheint ist er an den Rollstuhl gefesselt. Zu seiner Schwiegertochter, SARAH, hat er ein ausgezeichnetes Verhältnis. Jemanden wie sie habe er sich immer als Frau gewünscht (er macht ihr auch ab und zu Heiratsanträge – jetzt wo sie ja wieder zu haben ist). Die eigene Frau, Gustls Mutter, ist mit einem anderen abgedampft und so hat er GUSTL, als dieser aber schon unheilbar von Muttern verzogen war, quasi übernehmen müssen. GUSTL muss also ausbaden, was seine Mutter bei seinem Vater angerichtet hat. Im Grunde aber mag Willi seinen Sohn sehr gerne – nur ist er selten imstande, das auch zu zeigen. Dass Gustl ausgerechnet Polizist werden musste, wo Willi immer alles, was nur einen Anflug von Staatsautorität darstellt, vehement ablehnte, ist ihm jedoch ein ziemlicher Dorn im Auge. Und das obwohl Willi selbst Bundesbahnangestellter, genauer Lokomotivführer, war. Die Eisenbahn, Lokomotiven, Züge und alles was damit zusammenhängt sind immer noch seine große Leidenschaft – Autos mag er nicht. WILHELM ist Genießer und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Im Unterschied zu seinem Sohn Gustl findet er das Wohnverhältnis genial – besonders, weil Sarah hier wohnen bleibt und das ja auch wegen ihm. Hin und wieder Krach und Streit unter den Geschiedenen findet er eher unterhaltsam, sogar spannend und an seinem Enkelsohn hat er sowieso einen Narren gefressen. Er betreibt mit Sarah den „Bürsti-Versand“, einen Telefonshop für Haushaltsgeräte womit sie sich den Lebensunterhalt verdienen. Als seine Ex, Gustls Mutter die Hilde auftaucht, ist der nette Willi nicht mehr so nett und als sie sich dann noch in der Wohnung einnistet, setzt Willi alles daran, die Alte so schnell wie möglich wieder hinauszubugsieren. Als sich die Sache ein wenig hinzuziehen beginnt, ist er über Nacht einfach verschwunden und keiner weiß wohin, stattdessen hat Willi seinen Jugendfreund und Arbeitskollegen „Frido“ quasi engagiert um die Horror-Hilde loszuwerden. Das Frido zudem sein Exschwager und somit Hildes Bruder ist, der Ihn aber damals schon vor der Hilde gewarnt hat, ist ein weiteres amüsantes Detail in Sachen Familienbande.